Katzen & Gurken: Schreck, lass nach!
Feb12

Katzen & Gurken: Schreck, lass nach!

Ein Phänomen macht im Internet die Runde: Man nehme eine Gurke und erschrecke damit die Katze. Diese springt auf möglichst lustige Art weg, und alle lachen. Doch warum lässt sich der Stubentiger überhaupt damit erschrecken? Das macht Katzen & Gurken zu Todfeinden! Katze & Gurke wie Superman & Kryptonit Wer den zahlreichen Videos im Internet glauben möchte, wird die Gurke als das Kryptonit für Katzen bezeichnen. Sie haben riesige Angst davor, fallen in eine Art Schreckstarre, wenn sie sie sehen. Das trifft zwar längst nicht auf alle Katzen zu und ist sicherlich auch eine Typfrage, doch die Erklärungsansätze der Tierpsychologen gehen ganz andere Wege. Die einen sagen, das Phänomen der Katzen und Gurken, die scheinbar Todfeinde wären, geht auf einen evolutionären Ansatz zurück. Vielleicht verwechseln die Stubentiger eine Gurke mit einer Schlange? Immerhin gibt es giftige Exemplare, die einer Katze wirklich gefährlich werden könnten. Die Angst vor Schlangen ist angeboren und wenn ein Gegenstand ähnlich aussieht, ist Flucht die beste Lösung. Andere Tierpsychologen argumentieren ganz anders und gehen davon aus, dass die Gurke nur zufällig das Objekt des Schrecks ist. Wer sich unbemerkt an eine Katze heranschleicht (was meist nur beim Fressen möglich ist) und einen Gegenstand hinter dem Tier ablegt, wird es auch mit einem Löffel, einer Hose oder einem Topf erschrecken können. Fakt ist einfach, dass der Gegenstand zuvor nicht hinter der Katze lag und nun plötzlich dort ist. Katzenforscher und Tierverhaltensmediziner sehen keinen Grund darin, Katzen und Gurken zu Todfeinden zu erklären und den Stubentigern nachzusagen, dass sie Gurken-Angsthasen wären. Video: Verrückte Katzen – Gurken Compilation (Lustige Katzenvideos) Darum haben Katzen Angst vor Gurken! Einschränkungen der Theorie Die Theorie, dass Katze & Gurke nicht zusammenpassen, wird dennoch von Fachleuten widerlegt, die sagen, dass die Katzen nur zufällig vor der Gurke davonspringen, weil sie sich vor dem plötzlich hinter ihnen befindlichen Gegenstand erschrecken würden. Sie schränken ihre eigene Aussage nämlich dahingehend ein, dass die Gurke vielleicht einen größeren Schreck auslösen könnte als andere Dinge, weil sie einem Tier zumindest ähneln würde. Ein bisschen sieht die Gurke doch aus wie eine Schlange, wobei beide Theorien wieder miteinander verbunden wären. Katzen reagieren meist sehr skeptisch auf Dinge, die sie nicht kennen. Wenn diese dann noch einen spezifischen Eigengeruch ausströmen, wie er einer Gurke nun einmal eigen ist, würden sie als potenziell gefährlich eingestuft werden. Da ist es doch allemal besser, erst zu verschwinden und dann zu schauen, was das Problem war! Interessantes Detail: Wer einmal versucht, eine Katze mit einer Gurke zu erschrecken, indem er das Gemüse aus dem Kühlschrank nimmt und ihr vor die Nase hält, wird keinen so lustigen Effekt erzielen können. Denn Katzen sind nicht dumm...

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