Artgerechte Tierhaltung: Einzelkatzenhaltung ist keine Option!
Nov10

Artgerechte Tierhaltung: Einzelkatzenhaltung ist keine Option!

Eine Katze macht Arbeit. Zwei Katzen machen mehr Arbeit? Ist es sinnvoll nur eine Katze zu halten? Wie wirkt sich das auf die Katze aus? Und wie wirkt es sich für den Halter aus? Im Folgenden wollen wir uns genau diesen Fragestellungen widmen, um über die Vor- und Nachteile der Einzelkatzenhaltung nachzudenken. Sind zwei Katzen wirklich teurer als eine? Wer über die Anschaffung einer Katze nachdenkt, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass ein Haustier immer auch Arbeit und Kosten verursacht. Das heißt aber nicht automatisch, dass zwei Katzen mehr Arbeit verursachen, als eine Katze. Im Gegenteil! Wer zwei oder mehrere Katzen hält, muss sich nicht dauerhaft mit den Katzen beschäftigen, denn sie können miteinander spielen und toben. Selbstverständlich sind Tierarztkosten und Futterkosten für zwei Katzen höher als für eine Katze, aber oft kann man hier auch durch Großpackungen profitieren, so dass die Kosten am Ende nur unwesentlich höher sind. Was spricht für die Anschaffung mehrerer Katzen? Der Mehrnutzen für die Tiere ist hingegen unwahrscheinlich hoch! Katzen sind genau wie viele andere Tiere (Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel etc.) Rudeltiere. Daher leiden sie unter Einzelhaltung und erleiden oftmals Verhaltensstörungen oder sogar Depressionen, wenn sie in Isolation leben müssen. Entgegen der weit verbreiteten Meinung sind Katzen keine Einzelgänger, sondern lediglich Einzeljäger. Zu einem glücklichen Katzenleben gehören Spielkameraden, genug Platz zum Toben mit Artgenossen, das gegenseitige Putzen und Kuscheln und natürlich die Kommunikation mit anderen Katzen. Als dauerhafter Partner für eine Katze kommt nur eine andere Katze in Frage. Andere Tiere oder auch Menschen beherrschen weder den katzentypischen Umgang, noch katzentypische Kommunikation oder andere katzentypische Verhaltensweisen und sind daher kein geeigneter Partner für eine Samtpfote. Einzelkatze ein Leben lang? Es gibt hingegen auch Katzen, die ausdrücklich als Einzelkatzen vermittelt werden. Dies ist jedoch keineswegs der Natur der Katze geschuldet. Allein der Mensch macht eine Katze zum Einzelgänger. Wenn Katzen für viele Jahre in Einzelhaltung leben, verlernen sie mit der Zeit den sozialen Umgang mit anderen Katzen. Diese Einzelkatzen sind dann oft überfordert und verängstigt, wenn sie auf andere Artgenossen treffen. Nur mit viel Zeit kann eine Vergesellschaftung von einer älteren Einzelkatze gelingen. Manchmal sind Einzelkatzen jedoch gänzlich in ihrem Sozialverhalten geschädigt und können nur noch alleine gehalten werden. Dies gilt vor allem für ältere Katzen. Jüngere Samtpfoten sind hingegen noch lernfähig und werden die Gesellschaft ihrer Artgenossen lieben und schätzen lernen. Meine Katze ist doch glücklich alleine, oder? Nur weil eine Katze sich ruhig und unauffällig verhält, bedeutet dies nicht, dass die Katze auch glücklich ist. Katzen sind von Natur aus friedliche und herzliche Tiere, die Unzufriedenheit und Trauer nicht immer auch nach außen hin zeigen. Verhaltensstörungen, wie Aggressivität, Zerstörungswut und Depressionen...

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